Regelmäßiger Alkoholkonsum ist keine Frage der Menge oder das Trinken von morgens bis abends. Ein menschlicher Körper gewöhnt sich auch sehr schnell an das sogenannte Feierabendbier oder dem einen Glas Wein nach dem Abendbrot zur Entspannung bzw. abschalten. Wird dieses Ritual einmal unterbrochen, bemerken viele Betroffene bereits Unruhe oder Konzentrationsschwierigkeiten, weil ihnen scheinbar etwas fehlt.
Eine Gewohnheit, wie eben das Feierabendbier, wird vom Unterbewusstsein wahrgenommen und wenn sie unterbrochen wird, reagiert der Körper und Geist. Jeder sollte sich darum mal fragen, warum er oder sie Alkohol konsumiert. Wird der Alkohol wegen seiner bewusstseinsverändernden Wirkung konsumiert, betreibt man Alkoholmissbrauch, dessen Übergang zur Alkoholabhängigkeit sehr fließend ist und von dem Betroffenen aus verschiedenen Gründen nicht bemerkt wird. Einer dieser Gründe ist, dass man es selbst nicht wahrhaben möchte, einer eventuellen Alkoholsucht zu unterliegen. Es werden Ausreden und Entschuldigungen vor sich selbst gesucht, warum einem das selbst nicht passieren kann.
Heute alkoholsüchtige Menschen haben ganz sicher nicht mit diesem Ziel, diese Alkoholkrankheit zu bekommen, mit dem trinken angefangen. Jeder hat mit dem ersten Glas begonnen und ist durch diese sich einschleichende Krankheit alkoholsüchtig geworden. Die meisten alkoholkranken Menschen wissen es selbst nicht, dass sie bereits krank sind, weil sie ihr Leben dieser Erkrankung angepasst haben. Sie haben sich ein Leben aufgebaut, wo sie ungestört trinken können, den Freundeskreis so verändert, dass sie Fragen nach übermäßigem Alkoholkonsum aus dem Weg gehen können. Dies geschieht nicht bewusst, aber aus der Notwendigkeit heraus.
Eingereicht 11. 12. 2007